Dienstag, 18. Januar 2011

Les Paniers de Gaston

Hier die Gründungsmitglieder der association "Les Paniers de Gaston", von links nach rechts: Präsident, Sekretärin, Schatzmeister hehe... Das ist übrigens meine Küche und in der Hand habe ich eine Flasche Champagner, die dann doch ungeöffnet blieb :-)


Die association ist so eine Art Solidaritätsgemeinschaft für Konsumenten von regionalen, saisonalen Bioprodukten im Zusammenarbeit mit einem Bauern aus der Nähe von Marseille, in Form einer wöchentlichen Lieferung von Gemüsekisten, die an Studenten (Größe, Preis, Semesterzeiten) angepasst sind.

Eigentlich nichts Neues, in Aix gibts dazu das Analogon (von dem wir uns eigentlich alles abgeschaut haben), aber hier in Marseille ist es immer an der Organisation gescheitert, zuletzt vor einem Jahr. Mal sehen, was diesmal dabei rauskommt!

Gut, dass ich jetzt eine Prüfungspause habe, denn die eigentliche Arbeit kommt noch: Mitglieder werben, das Ziel ist 75 bis Anfang Februar.

Dienstag, 11. Januar 2011

Masterarbeit

Hallo,

in den letzten Tagen habe ich einige Leute aus der "biomaths"-Arbeitsgruppe kennengerlernt. Dort werde ich aller Voraussicht nach ab April mein Praktikum zur Masterarbeit machen, im Hôpital La Timone, in einem Krebsforschungszentrum. Ich bin wirklich froh, darauf gekommen zu sein, denn nicht nur klingt die Arbeit super spannend, auch sind die Leute super nett. Weitere Details erfahre ich nächste Woche.

Heute nachmittag habe ich eine Mail erhalten, dass ich diesen Freitag meine Englischprüfung habe... im Dezember hieß es, sie wäre wohl im Februar oder März, und jetzt, 3 Tage vorher, haben es sich die Schlaumeier anders überlegt. Darüberhinaus muss die ganze Marseiller Mathe-Truppe für die Prüfung nach Aix-en-Provence... naja, bestehen werde ich die Prüfung schon, und auf die Note kommt es nicht an. Also zwar ziemlich frech aber eigentlich halb so schlimm! 

Die Uni Marseille ist eine absolute Katastrophe, was die Organisation anbelangt, das ist das einstimmige Urteil aller!

Bis bald

Niklas

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Theater, Mathe und Schlüssel

Mit einem Feierabendbier in der Hand schreibe ich meinen letzten Marseille-Blogeintrag für dieses Jahr, morgen fahre ich nach Hause!

Der Theaterkurs hat mit heute besonders gut gefallen; ich habe mich in der Gruppe zum ersten Mal richtig wohl gefühlt! Wir haben super Übungen gemacht, darunter die Impro-Übung "Epidemie", bei der die einzigen Regeln sind, dass einer eine tödliche und ansteckende Krankheit hat und nach einiger Zeit den Raum betritt, und dass man nicht sprechen darf. Beim ersten und zweiten Versuche war es noch ein bisschen wie Fangen, "un bordel" (Achtung, false friend :-D ), man wusste nicht so genau wer eigentlich gerade infiziert ist und wer nicht, beim dritten Mal hat das aber richtig gut geklappt und tolle Gruppensituationen herbeigeführt. Um nicht noch Seiten damit zu füllen lass' ich das mal so vage im Raum stehen.

Meine Bahnhofsnähe macht sich für ein paar Leute jetzt bezahlt, zwei Kopien meines Schlüssels habe ich verliehen (einer davon wird bis Silvester noch 3 mal !! den Besitzer wechseln), um damit die Abreise zu frühen Morgenstunden zu erleichtern. Einige kennen schon meine interessante Wohnungstür, die man bisher nur mit viel Feingefühl und Geduld öffnen konnte. Ein Spanier kam auf die eigentlich ziemlich naheliegende Idee, sie zu ölen und jetzt gehts wie geschmiert...

Leichte Fortschritte, was die Suche nach einem Praktikum zur Masterarbeit angeht:
Es gibt eine vielversprechende Kooperation zwischen der Matheuni und dem Krebsforschungszentrum. Was ich nicht wusste, ist, dass dort partielle Differentialgleichungen ein Schlüsselgebiet sind! Vielleicht werde ich also zwischen Technopôle Château-Gombert, wo sich die Matheuni befindet, und dem Hôpital La Timone mein Praktikum machen, sonst bleibt noch ein theoretisches Praktikum (haha!) an der Uni zum selben Thema oder das Projekt ITER, auch an der Uni (Forschung zur Kernfusion), denn den Plan, jeden Tag 70km nach Caderache zu pendeln, habe ich mittlerweile in die Tonne getreten.

Bleibt noch eine Kuriosität, die ich jeden Tag auf dem Heimweg von der Uni sehe und heute erstmals fotografiert habe:


Jeder, dessen Französisch weiter als "une baguette, s'il vous plaît" reicht, wird den krassen Fehler erkennen. Jetzt will ich aber nicht wie beim letzten Post über die Franzosen lästern, sondern jeden, dessen Französisch noch ein bisschen weiter reicht, bitten, die folgenden Links zu öffnen und mir zu sagen, ob das Foto eine Anspielung darauf ist?

http://fr.wikipedia.org/wiki/Affaire_Omar_Raddad
http://www.affaires-criminelles.com/lexique_18.php

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Frenglish

Noch 3 Tage, dann gehts heim!
Letztes Wochenende habe ich in Lyon beim Lichterfest ein paar schöne Tage verbracht.

Hier ein paar Eindrücke (ja, ich bin faul :-D )
http://www.youtube.com/watch?v=fVibKNiqXOU

Aber jetzt was ganz anderes: ein Beispiel der unglaublichen natürlichen Sprachbegabung der Franzosen aus dem Seminar für angewandte Mathematik:

http://www.latp.univ-mrs.fr/article312.html
Mein Lieblingssatz: "Think to warn the person in charge of your choice."

Freitag, 19. November 2010

Marseille-Eindrücke

Ich habe grade ein bisschen Muße :

Nach 3 Stunden Vorlesung heute vormittag (modélisation en sciences du vivant) habe ich mein leckeres Gratin von gestern fertiggegessen, zum Nachtisch Schoko-Eis fait à la maison, gestern war ich nämlich 2 Stunden in der Küche tätig :-) Danach hatte ich mein Arabisch-Tutorat und im Anschluss Klettern. Der eigentlich Dienstag stattfindende Kurs, der in einem Lycée in Bahnhofsnähe stattfindet, fällt in nächster Zeit aus, weswegen uns Unisport-Leuten angeboten wurde, Freitags mit den Schülern zusammen die Halle zu nutzen. Ich bin heute auf gut Glück hin, war allerdings der einzige Student (und neben mit dem Lehrer und einem anderen Schüler der einzige europäisch aussehende Kletterer). Ich bin mit einen schwarzen Kraftpaket zusammen geklettert, er hat mir viele Tipps gegeben und mir gezeigt wie man vorklettert. Insgesamt war ich aber eher ein Schlusslicht in der Gruppe, die kleinen Mädels sind die 6er Schwierigkeiten geklettert wie nix. Als ich am Gehen war (der Kurs dauert 3 Std., meine Kraft war aber nach 2 schon absolut am Ende), haben mich ein afrikanisches und ein arabisches Mädel noch ausgefragt, was ich denn hier mache. Als ich gesagt habe, dass ich hier studiere (das 5. Studienjahr hat sie ganz schön beeindruckt^^), haben sie mich gefragt, warum ich denn nicht nach Paris gegangen sei, weil alle Paris doch so toll fänden und es in Marseille doch außer Afrikanern und Arabern doch nichts gebe! Sie waren aber glaube ich zufrieden, als ich ihnen gesagt hatte, dass mir das egal ist, mir Marseille gut gefällt und Paris halt nicht :)

Eigentlich hätte ich nach dem Klettern meiner Arabischlehrerin noch die 1. Deutschstunde geben sollen, sie hatte aber noch einen Termin und das fiel aus. Sie hat mir als Entschuldigung aber ein paar von den Datteln versprochen, die gerade in einem Päckchen aus Algerien ankamen, dass ihre Eltern ihr geschickt haben :-) Die sind bestimmt mindestens so gut wie die tunesischen Datteln.

Sonst hab ich noch ein paar Marseiller Kuriositäten und ein Zufallstreffen zu bieten:

1. Marseille, die Stadt der offenen Hydranten.
Ich habe mich schon fast daran gewöhnt, täglich an 1 oder 2 Hydranten vorbeizulaufen, die Unmengen Wasser auf die Straße schwemmen. Das ist das skurrile Gegenstück zur sevillanischen Innenstadtreinigung mit Hochdruck. Was der genaue Sinn dabei ist, ist unklar, sicher ist nur, dass ein Bruchteil des verwendeten Wassers für die Reinigung reichen würde.

2. Matratzen auf Autos:
Gerade werden alle Bäume für den Winter zurechtgestutzt. Wenn der Baum, wie die vielen großen Platanen im Bd. de la liberté, zwischen Autos steht, wird einfach eine Matratze aufs Dach der benachbarten beiden Autos gelegt, die die schlimmsten Kratzer und Beulen auffängt, und es wird fröhlich drauflosgesägt...

3. Spanier in Marseille
Dani, ein spanischer Kumpel von mir, hatte letztes WE Besuch von einem spanischen Freund und dessen griechischer Freundin. Als wir uns alle getroffen haben, stellte die Griechin fest, dass sie mich aus Sevilla kannte, denn auch sie war 2008 dort! Sie war oft bei einem deutsch-griechischen Freund, der 1 Stockwerk über Dani (der aus Sevilla) und Vicente wohnte, und dort haben wir uns wohl schon einmal getroffen!

Montag, 15. November 2010

Kosakenzipfel

Voilà der glamouröse Auftritt!

http://www.box.net/shared/jc9en33ndd

Ihr müsst das Video mit WinRAR entpacken und könnt es dann mit DivX anschauen.