Freitag, 15. April 2011

Aprilupdate

Salut,
nachdem ihr reichlich Gelegenheit hattet meinen Kuehlschrank zu studieren, jetzt ein kleines Update.

Ich sitze gerade in meinem Buero (besser: in einem meiner Bueros), dass ich vor knapp 3 Wochen fuer meine Masterarbeit bekommen habe, zusammen mit ein paar Doktoranden (einer davon macht seine Doktorarbeit zum selben Thema und ich koennte daran anschliessen). Allgemein gute Stimmung mit den beiden Profs, bei denen ich die Masterarbeit schreibe; und dadurch, dass auch andere "Neue" da sind, gilt selbiges auch in der Doktorandengruppe. Nur mein Arbeitsrythmus wartet noch darauf, von mir gefunden zu werden...

Sonst gehoeren zu meinem Alltag hier die Gemueseverteilungen am Dienstagabend, wir sind mittlerweile gut 70 Leute und damit bei unserem Ziel angekommen. Besonders schoen ist das seit der Zeitumstellung, weil wir jetzt anfangs ein bisschen Sonne abbekommen. In 2 Wochen besuchen wir den Bauernhof von Olivia und Patrick, die uns allwoechentlich mit Gemuese versorgen. Das naechste Wochenritual ist der Arabischkurs am Mittwoch: da meine Arabischlehrerin auch eine Gemuesekiste bekommt aber weit weg wohnt, bringe ich sie ihr dann immer mit. Das muss ein lustiges Bild abgeben, wie ich dort immer mit Gemuese anruecke... Donnerstagabend ist dann der Theaterkurs, mittlerweile steht der 16. Juni als Termin fest, wir werden in einem kleinen Theater im "Panier"Viertel auftreten. Die Proben ziehen sich leider ziemlich in die Laenge und von den 13 Leuten sind meistens nur 3 bis 5 am schauspielern und die anderen starren in die Luft. Aber natuerlich freue ich mich darauf, dass das ganze irgendwann buehnenreif wird!

Nach meiner Spanienreise vor 2 Wochen (gute 3000 km in Bus und Bahn in 7 Tagen) hatte ich mir eigentlich geschworen, so bald nicht mehr zu reisen, aber jetzt stehen zumindest eine Stippvisite nach Freiburg naechste Woche und eine "Forschunsreise" zu einem Kongress ueber angewandte Mathematik nach Porquerolles ("das ist nicht einfach nur eine Insel, sondern das Paradies auf Erden") an, und viele schoene Besuche in naechster Zeit. Im Mai werde ich auch mein Spanisch und Franzoesisch von hoechster Instanz absegnen lassen.

So, das Mittagessen ist einigermassen verdaut und ich widme mich wieder dem Tumorwachstumsmodell von Gyllenberg und Webb...

Bis bald!

Dienstag, 15. Februar 2011

Unser Kühlschrank!


Erklärung folgt... morgen habe ich eine Prüfung.

Dienstag, 18. Januar 2011

Les Paniers de Gaston

Hier die Gründungsmitglieder der association "Les Paniers de Gaston", von links nach rechts: Präsident, Sekretärin, Schatzmeister hehe... Das ist übrigens meine Küche und in der Hand habe ich eine Flasche Champagner, die dann doch ungeöffnet blieb :-)


Die association ist so eine Art Solidaritätsgemeinschaft für Konsumenten von regionalen, saisonalen Bioprodukten im Zusammenarbeit mit einem Bauern aus der Nähe von Marseille, in Form einer wöchentlichen Lieferung von Gemüsekisten, die an Studenten (Größe, Preis, Semesterzeiten) angepasst sind.

Eigentlich nichts Neues, in Aix gibts dazu das Analogon (von dem wir uns eigentlich alles abgeschaut haben), aber hier in Marseille ist es immer an der Organisation gescheitert, zuletzt vor einem Jahr. Mal sehen, was diesmal dabei rauskommt!

Gut, dass ich jetzt eine Prüfungspause habe, denn die eigentliche Arbeit kommt noch: Mitglieder werben, das Ziel ist 75 bis Anfang Februar.

Dienstag, 11. Januar 2011

Masterarbeit

Hallo,

in den letzten Tagen habe ich einige Leute aus der "biomaths"-Arbeitsgruppe kennengerlernt. Dort werde ich aller Voraussicht nach ab April mein Praktikum zur Masterarbeit machen, im Hôpital La Timone, in einem Krebsforschungszentrum. Ich bin wirklich froh, darauf gekommen zu sein, denn nicht nur klingt die Arbeit super spannend, auch sind die Leute super nett. Weitere Details erfahre ich nächste Woche.

Heute nachmittag habe ich eine Mail erhalten, dass ich diesen Freitag meine Englischprüfung habe... im Dezember hieß es, sie wäre wohl im Februar oder März, und jetzt, 3 Tage vorher, haben es sich die Schlaumeier anders überlegt. Darüberhinaus muss die ganze Marseiller Mathe-Truppe für die Prüfung nach Aix-en-Provence... naja, bestehen werde ich die Prüfung schon, und auf die Note kommt es nicht an. Also zwar ziemlich frech aber eigentlich halb so schlimm! 

Die Uni Marseille ist eine absolute Katastrophe, was die Organisation anbelangt, das ist das einstimmige Urteil aller!

Bis bald

Niklas

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Theater, Mathe und Schlüssel

Mit einem Feierabendbier in der Hand schreibe ich meinen letzten Marseille-Blogeintrag für dieses Jahr, morgen fahre ich nach Hause!

Der Theaterkurs hat mit heute besonders gut gefallen; ich habe mich in der Gruppe zum ersten Mal richtig wohl gefühlt! Wir haben super Übungen gemacht, darunter die Impro-Übung "Epidemie", bei der die einzigen Regeln sind, dass einer eine tödliche und ansteckende Krankheit hat und nach einiger Zeit den Raum betritt, und dass man nicht sprechen darf. Beim ersten und zweiten Versuche war es noch ein bisschen wie Fangen, "un bordel" (Achtung, false friend :-D ), man wusste nicht so genau wer eigentlich gerade infiziert ist und wer nicht, beim dritten Mal hat das aber richtig gut geklappt und tolle Gruppensituationen herbeigeführt. Um nicht noch Seiten damit zu füllen lass' ich das mal so vage im Raum stehen.

Meine Bahnhofsnähe macht sich für ein paar Leute jetzt bezahlt, zwei Kopien meines Schlüssels habe ich verliehen (einer davon wird bis Silvester noch 3 mal !! den Besitzer wechseln), um damit die Abreise zu frühen Morgenstunden zu erleichtern. Einige kennen schon meine interessante Wohnungstür, die man bisher nur mit viel Feingefühl und Geduld öffnen konnte. Ein Spanier kam auf die eigentlich ziemlich naheliegende Idee, sie zu ölen und jetzt gehts wie geschmiert...

Leichte Fortschritte, was die Suche nach einem Praktikum zur Masterarbeit angeht:
Es gibt eine vielversprechende Kooperation zwischen der Matheuni und dem Krebsforschungszentrum. Was ich nicht wusste, ist, dass dort partielle Differentialgleichungen ein Schlüsselgebiet sind! Vielleicht werde ich also zwischen Technopôle Château-Gombert, wo sich die Matheuni befindet, und dem Hôpital La Timone mein Praktikum machen, sonst bleibt noch ein theoretisches Praktikum (haha!) an der Uni zum selben Thema oder das Projekt ITER, auch an der Uni (Forschung zur Kernfusion), denn den Plan, jeden Tag 70km nach Caderache zu pendeln, habe ich mittlerweile in die Tonne getreten.

Bleibt noch eine Kuriosität, die ich jeden Tag auf dem Heimweg von der Uni sehe und heute erstmals fotografiert habe:


Jeder, dessen Französisch weiter als "une baguette, s'il vous plaît" reicht, wird den krassen Fehler erkennen. Jetzt will ich aber nicht wie beim letzten Post über die Franzosen lästern, sondern jeden, dessen Französisch noch ein bisschen weiter reicht, bitten, die folgenden Links zu öffnen und mir zu sagen, ob das Foto eine Anspielung darauf ist?

http://fr.wikipedia.org/wiki/Affaire_Omar_Raddad
http://www.affaires-criminelles.com/lexique_18.php

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Frenglish

Noch 3 Tage, dann gehts heim!
Letztes Wochenende habe ich in Lyon beim Lichterfest ein paar schöne Tage verbracht.

Hier ein paar Eindrücke (ja, ich bin faul :-D )
http://www.youtube.com/watch?v=fVibKNiqXOU

Aber jetzt was ganz anderes: ein Beispiel der unglaublichen natürlichen Sprachbegabung der Franzosen aus dem Seminar für angewandte Mathematik:

http://www.latp.univ-mrs.fr/article312.html
Mein Lieblingssatz: "Think to warn the person in charge of your choice."